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Tennis - US Open

Tommy Haas, der Unkaputtbare

  • Video Rückblick: Haas schlägt Federer in Halle
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  • Bilderserie Deutschlands beste Tennisspielerinnen
  • VideoRückblick: Haas schlägt Federer in Halle

    Erleben Sie hier noch einmal das Finale des ATP-Turniers in Halle/Westfalen zwischen Tommy Haas und Roger Federer in voller Länge mit.

    (17.06.2012)
    BilderserieDie erfolgreichsten US-Open Sieger
    federer / Quelle: reuters
    (23.08.2012)
    BilderserieDeutschlands beste Tennisspielerinnen
    graf / Quelle: imago
    (13.01.2013)

    Kurzmeldung

    • 08:40 29.08.2012Kurzmeldung

      Deutsches Trio in Runde zwei 08:40 29.08.2012
      Ein deutsches Tennis-Trio hat am zweiten Tag der US Open die erste Runde erfolgreich überstanden. Nach VorjahresHalbfinalistin Angelique Kerber und Davis-Cup-Profi Philipp Petzschner gewann auch Tatjana Malek in New York ihr Auftakt-Match. Die 25-Jährige setzte sich gegen Akgul Amanmuradova aus Usbekistan mit 4:6, 6:2, 6:4 durch. Matthias Bachinger und Mona Barthel dagegen schieden aus. Am Mittwoch greifen die übrigen fünf deutschen Tennis-Herren ins Turniergeschehen ein. Unter anderen spielt Tommy Haas gegen den Letten Ernests Gulbis.

    • 08:45 29.08.2012Kurzmeldung

      S.Williams ohne Probleme weiter 08:45 29.08.2012
      Olympiasiegerin Serena Williams hat bei den US Open in New York ohne Probleme die zweite Runde erreicht. Die an Position vier gesetzte US-Amerikanerin bezwang ihre Landsfrau Coco Vandeweghe in nur 55 Minuten mit 6:1, 6:1 und trifft nun auf die Spanierin Maria Jose Martinez Sanchez. Dagegen ist für die ehemalige Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 8) das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits nach der Auftakthürde beendet. Gehandicapt von einer Knieverletzung unterlag die 22-Jährige der Rumänin Irina-Camelia Begu 2:6, 2:6.

    • 22:18 28.08.2012Kurzmeldung

      Petzschner dreht Match 22:18 28.08.2012
      Philipp Petzschner hat bei den US Open die zweite Runde erreicht. Der 28-Jäh- rige drehte nach 0:2-Satzrückstand noch die Partie gegen den französischen Tennisprofi Nicolas Mahut und gewann mit 1:6, 4:6, 6:4, 7:5, 7:6 (7:3). Ohne Mühe erreichte der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic die zweite Runde. Der Weltranglisten-Zweite Djokovic ließ Paolo Lorenzi bei seinem 6:1, 6:0, 6:1-Erfolg keine Chance.

    • 21:51 28.08.2012Kurzmeldung

      Kerber erreicht Runde zwei 21:51 28.08.2012
      Die letztjährige Halbfinalistin Angelique Kerber ist mit einem lockeren Auftaktsieg in die US Open gestartet. Die an Position sechs gesetzte Kielerin bezwang in New York die Britin Anne Keothavong in 54 Minuten mit 6:2, 6:0. Wimbledon-Halbfinalistin Kerber, die das Vorbereitungsturnier in Dallas wegen einer Schulterverletzung abgesagt hatte, zeigte sich in guter Form und benötigte nur 31 Minuten zum Gewinn des ersten Satzes. Für Kerber war es bereits der 54.Sieg in diesem Jahr. Keine andere Spielerin hat in der laufenden Saison mehr Erfolge gefeiert.

    • 21:37 28.08.2012Kurzmeldung

      Auch Barthel ausgeschieden 21:37 28.08.2012
      Die Niederlagenserie der deutschen Tennisprofis hat sich auch am zweiten Turniertag der US Open in New York fortgesetzt: Als vierte Fed-Cup-Spielerin schied Mona Barthel durch ein 6:4, 5:7, 2:6 gegen Bojana Jovanovski (Serbien) aus und wurde ihrer Favoritenrolle nicht gerecht. Die Weltranglisten-35. kassierte in einem Marathonmatch über 2:45 Stunden bei 31 Grad Celsius die dritte Auftaktpleite bei einem Grand- Slam-Turnier in Folge. Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York waren zuvor schon Andrea Petkovic, Sabine Lisicki und Julia Görges frühzeitig gescheitert.

    • 08:39 28.08.2012Kurzmeldung

      Auch Petkovic und Mayer raus 08:39 28.08.2012
      Neben Julia Görges und Sabine Lisicki sind auch Andrea Petkovic und Florian Mayer in der ersten Runde der US Open ausgeschieden. Petkovic musste sich bei ihrem Grand- Slam-Comeback nach viermonatiger Verletzungspause Romina Oprandi aus der Schweiz mit 2:6, 5:7 geschlagen geben. Mayer musste gegen Jack Sock (USA) beim Stand von 3:6, 2:6, 2:3 wegen Kreislaufproblemen aufgeben. "Schwierig zu sagen, woher das kommt", sagte der 28-Jährige und erklärte: "Die Beine waren schwer, ich habe den Ball teilweise gar nicht richtig gesehen."

    • 21:56 27.08.2012Kurzmeldung

      Frühes Aus für Lisicki und Görges 21:56 27.08.2012
      Die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen Sabine Lisicki und Julia Görges sind bei den US Open in New York völlig überraschend schon in der ersten Runde ausgeschieden. Die 22 Jahre alte Lisicki verlor mit 6:4, 2:6, 2:6 gegen die Rumänin Sorana Cirstea. Die ein Jahr ältere Görges musste sich wenige Minuten zuvor nach einer ebenfalls schwachen Vorstellung der Tschechin Kristyna Pliskova mit 6:7, 1:6 geschlagen geben. Beide Matches waren wegens Regens längere Zeit unterbrochen worden. Die Pause konnte aber keine der beiden Deutschen zu einer Wende nutzen.

    • 12:11 25.08.2012Kurzmeldung

      16 Deutsche bei US Open dabei 12:11 25.08.2012
      16 deutsche Tennisprofis gehen von diesem Montag an bei den US Open in New York an den Start. Über die Qualifikation sicherten sich noch Tatjana Malek, Matthias Bachinger und Daniel Brands Plätze im Hauptfeld. Damit sind aus Deutschland zehn Herren und sechs Damen beim Grand-Slam-Turnier dabei. Malek bekommt es in der ersten Runde mit der Usbekin Akgul Amanmuradova zu tun. Die 25-Jährige ist nach langer Leidenszeit erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder bei einem Grand-Slam-Turnier im Hauptfeld. Letztmals war Malek 2010 in Wimbledon bereits in der ersten Runde gescheitert.

    • 10:13 13.08.2012Kurzmeldung

      Haas zieht an Mayer vorbei 10:13 13.08.2012
      Tennisprofi Tommy Haas ist durch seine starken Leistungen beim ATP-Turnier in Toronto in der Weltrangliste an Florian Mayer vorbeigezogen. Der 34-Jährige, der in der kanadischen Metropole im Viertelfinale am späteren Turniersieger Novak Djokovic (Serbien) gescheitert war, verbesserte sich um zwei Plätze auf den 23.Rang. Mayer fiel auf den 24. Platz zurück. Bester deutscher Profi ist weiterhin Philipp Kohlschreiber. Der Augsburger kletterte auf den 17.Rang.

    Von Petra Philippsen, New York

    Vor gut einem Jahr war Tommy Haas noch die Nummer 896 der Welt. Viele rechneten nicht damit, dass er es nach etlichen Verletzungen zurück auf die Tour schaffen würde. Doch der 34-Jährige legte ein sensationelles Comeback hin: Auch bei den US Open ist mit Haas zu rechnen.

    Es ist heiß in Flushing Meadows, die Sonne brennt gnadenlos auf die Trainingsplätze hinunter, wo Tommy Haas seine Einheit absolviert. Das erste Hemd hat er schon durchgeschwitzt, er wechselt es. Ein Blick auf seinen gestählten, perfekt definierten Oberkörper offenbart einen der Gründe, warum Haas mit seinen 34 Jahren immer noch zum Kreis der gefährlichsten Spieler auf der Tour zählt. Galt er früher als lässiger Sunnyboy, so ist Haas längst zu einem der härtesten Arbeiter geworden.

    Akribisch verbessert er täglich seine Fitness, hat seine Ernährung umgestellt und trainiert mittlerweile kürzer, aber intensiver. Qualität statt Quantität. Auch an diesem Tag, als er wieder mit seinem Coach Christian Groh auf dem Platz steht. Oft geht es laut und hitzig zwischen den beiden zu, und es ist ein weiterer Beleg für die Erfolgsformel des Perfektionisten Haas: Er ist nach wie vor hungrig, bereit, dem Tennis alles unterzuordnen und sich bedingungslos dafür zu quälen. Haas hat noch das Feuer eines Spielers von Mitte 20, und das macht ihn auch bei den US Open zu einem, der die Konkurrenten kräftig ärgern kann.

    Der "beste Spieler ohne Grand-Slam-Titel"

    ZITAT
    Alter ist doch nur eine Zahl
    Tommy Haas
    "Alter ist doch nur eine Zahl", sagt Haas, "wenn man hart arbeitet und an sich glaubt, dann ist noch vieles möglich." Vor etwas mehr als einem Jahr noch, da gehörte jedoch eine ordentliche Portion von jener Zuversicht dazu, denn Haas war nach insgesamt drei Schulter- und einer Hüftoperation nur noch die Nummer 896 der Rangliste. Doch Haas legte ein sensationelles Comeback hin: Es begann im Frühjahr mit dem Halbfinale in München, fünf Siegen bei den French Open, führte zum Titel in Halle mit dem Triumph über Roger Federer bis zu den Finals in Hamburg und Washington.

    Sein Mentor Nick Bollettieri, in dessen Akademie in Florida von klein auf der Grundstock für seine außergewöhnlich gute Technik gelegt wurde, hält Haas für den "besten Spieler ohne Grand-Slam-Titel".

    Ungebrochener Ehrgeiz

    An Talent hatte es Haas nie gemangelt. Vier Mal erreichte er das Halbfinale bei einem Major. Aber vielleicht waren es die unzähligen Verletzungen, die ihn daran hinderten, je einen der vier größten Titel auch zu gewinnen. Oder es lag an der falschen Einstellung in seinen ungestümen, jungen Jahren. Vielleicht war es aber einfach Schicksal, man wird es nie erfahren. Doch auch wenn sich sein größter Traum wohl nicht mehr erfüllen wird, ist Haas' Ehrgeiz ungebrochen und das Karriereende auf unbestimmte Zeit verschoben.

    "Ich bin einfach froh, überhaupt noch zu spielen", sagte Haas, "aber mein Tennisalter ist durch die Verletzungen höchstens 29." Dass seine anderthalbjährige Tochter Valentina ihn noch bewusst spielen sehen soll, damit ist es Haas wirklich ernst. Und inzwischen scheint es nicht mehr unvorstellbar, dass er in drei Jahren immer noch professionell Tennis spielt. Seine Familie gibt ihm den nötigen Halt, und er kann die Matches mehr genießen, als ihm das früher gelang. Denn Haas weiß, dass alles, was jetzt noch kommt, ein Bonus ist.

    Haas ist heiß aufs "Heimspiel"

    Von den Fans wird Haas weiterhin besonders gemocht, ein wenig zum Leidwesen der übrigen deutschen Spieler, denen der Oldie klar den Rang abläuft. "Tommy hat ein ganz anderes Auftreten und sich die Aufmerksamkeit durch seine Erfolge verdient", sagt Florian Mayer und meint es ehrlich. Doch der bittere Beigeschmack bleibt, denn Mayer rangiert als Nummer 23 nur einen Platz hinter Haas und stand im Viertelfinale von Wimbledon. Doch die Schlagzeilen bestimmt nur einer. Und Haas genießt die späte Anerkennung nach 16 aufreibenden Jahren als Profi, mit manchen Höhen und etlichen Tiefen.

    Unberechenbarer Gegner

    Tommy Haas trifft in seinem Auftaktmatch bei den US Open auf den Letten Ernests Gulbis

    Den Frust über seine Nichtnominierung für Olympia hat er inzwischen verdaut, die Vorfreude auf sein "Heimspiel" bei den US Open ist größer denn je. Längst sieht er sich als "halber Amerikaner", lebt die meiste Zeit in Los Angeles und auch in den USA hatte man Haas schon ein wenig adoptiert, noch bevor er die amerikanische Staatsbürgerschaft als zweite annahm. "Ich fühle mich hier wie Zuhause", sagt Haas, "und New York ist einfach eine geile Stadt." Die Auslosung ist ihm freundlich gesonnen, auch wenn der Lette Ernests Gulbis zum Auftakt ein unberechenbarer Gegner ist. Es könnte also weitergehen mit dem fabelhaften Höhenflug des Tommy Haas.

    28.08.2012
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