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Champions League - Analyse

Gladbach machtlos gegen Kiews Effizienz

  • Taktikanalyse zu Gladbach - Kiew
  • Video Gladbachs Europa-Comeback geht daneben
  • Video Die Analyse mit Welke, Kahn und Favre
  • Video Ter Stegen und Co, sind "bedient"
  • Taktikschema Borussia Mönchengladbach - Dynamo Kiew / Quelle: spielverlagerung.de
    (22.08.2012 Quelle: spielverlagerung.de)
    VideoZusammenfassung BMG - DYN

    Es sollte das große Comeback auf der ganz großen europäischen Bühne werden - doch Borussia Mönchengladbach legte im Champions-League-Quali-Hinspiel gegen Kiew mit einem 1:3 eine Bauchlandung hin.

    (21.08.2012)
    VideoAnalyse mit Favre, Welke und Kahn

    Oliver Welke und Oliver Kahn blicken zusammen mit Lucien Favre wird auf die Schlüsselszenen des Spiels. Vor allem an Erfahrung fehle es den Borussen, so ZDF-Experte Kahn.

    (21.08.2012)
    VideoTer Stegen und Co, sind "bedient"

    Die Gladbacher sind nach der 1:3-Pleite gegen Kiew ziemlich von der Rolle. Egal ob Ring oder ter Stegen - in den Interviews ist den Spielern die Enttäuschung deutlich anzumerken. Stimmen zum Spiel.

    (21.08.2012)

    Kurzmeldung

    • 22:31 21.08.2012Kurzmeldung

      Gladbach nach Heimpleite vor dem Aus 22:31 21.08.2012
      Für Borussia Mönchengladbach ist das Erreichen der Champions-League-Gruppen- phase in weite Ferne gerückt. Gegen Dynamo Kiew gab es für die "Fohlen" eine unglückliche 1:3 (1:2)-Heimpleite. Gladbach spielte von Beginn an mutig nach vorne und ging durch einen Flach- schuss von Ring früh in Führung. Kiew blieb lange harmlos, kam aber über- raschend zum Ausgleich. Nach einer Ecke wurde Michaliks Schuss zum 1:1 abge- fälscht. Jarmolenko legte noch vor der Pause für die Gäste nach. Auch in der zweiten Hälfte war Gladbach das akti- vere Team, aber de Jong traf nur ins eigene Tor.

    • 22:48 21.08.2012Kurzmeldung

      Basel vor dem Aus, Celtic auf Kurs 22:48 21.08.2012
      Der Schweizer Meister FC Basel steht in den Play-offs zur Champions League vor dem Aus, Schottlands Titelträger Celtic Glasgow hat dagegen das Ticket für die Gruppenphase dicht vor Augen. Während Basel das Hinspiel vor heimischem Publikum 1:2 (1:0) gegen CFR Cluj aus Rumänien verlor, siegte Celtic bei den Schweden von Helsingborgs IF 2:0 (1:0). Knappe Heimsiege gelangen Spartak Moskau beim 2:1 (0:0) gegen Fenerbahce Istanbul und dem FC Kopenhagen beim 1:0 (1:0) gegen OSC Lille. Die Rückspiele finden jeweils am 29.August statt.

    von Tobias Escher, spielverlagerung.de

    Bitterer Abend für Borussia Mönchengladbach in der Champions-League-Qualifikation: Obwohl die Mannschaft von Lucien Favre die Partie gegen Dynamo Kiew lange Zeit dominiert, verliert sie mit 1:3.

    Es sollte ein Festabend werden: Borussia Mönchengladbach hatte im Hinspiel gegen Dynamo Kiew die Chance, einen großen Schritt Richtung Champions-League-Gruppenphase zu machen. Es geht um viele Millionen Euro und das Privileg, gegen die besten Teams Europas spielen zu dürfen. Dementsprechend nervös und vorsichtig fingen beide Mannschaften an. Dynamo Kiew formierte sich in einem 4-4-1-1-System und überließ den Gladbachern den Ballbesitz. Diese agierten aus jenem kompakten 4-4-2-System, mit dem sie letzte Saison die Bundesliga aufmischten.

    Borussia beginnt stark

    In der ersten halben Stunde kontrollierten die Hausherren das Geschehen. Die meisten Ballkontakte verbuchte in dieser Phase der Neuzugang und Innenverteidiger Dominguez. Dies belegt, dass Gladbach eher nach hinten anstatt riskant in die Spitze spielte.

    Erst nach und nach legten sie die Scheu ab, das Spiel der Borussen wurde direkter und vertikaler. Arango ließ sich in der Folge öfter nach hinten fallen, um aus der Tiefe mit seinen Pässen die gegnerische Abwehr zu öffnen. Da Ring auf der gegenüberliegenden Seite offensiver agierte, entstand eine leichte Asymmetrie im System. Beim 1:0 (12.) ließen sich die positiven Effekte solch einer Strategie beobachten: Arango spielte einen langen, diagonalen Ball auf den gegenüberliegenden Flügel zu Ring. Kiews Verteidiger orientierten sich in diesem Moment in Richtung Arango, Ring stand frei und konnte den Ball ohne Bedrängnis verarbeiten und verwerten.

    Ausgleich aus heiterem Himmel

    Von den Ukrainern war bis hierhin nicht viel zu sehen. Die Gladbacher verteidigten stark, sie ließen ihren Gegenspielern kaum Anspielstationen und zwangen sie, auf die Flügel zu spielen. Hier waren die Gladbacher in Überzahl und spielten ihre Zweikampfstärke aus - bis zur 30. Minute gewannen sie zwei Drittel der direkten Duelle.

    Welke und Kahn - das Premieren-Fazit

    Oliver Kahn (ZDF-Experte): "Ich kenne Oliver Welke ja schon sehr lange. Er hat mich als Aktiver oft interviewt und ich hatte heute das Gefühl, dass wir das schon immer zusammen machen. Es war locker, entspannt und ich denke, das wird noch viel Spaß bringen."

    Oliver Welke: "Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind, dass man Oliver Kahn durchaus ärgern und auch unterbrechen kann und dass er das sogar ganz gut findet. Man muss sich ja erst einspielen und gucken: Wann kann, darf, muss ich den Anderen unterbrechen? Es war das erste Mal und wir haben uns auf jeden Fall schneller zusammengefunden als die Gladbacher."

    Der Ausgleichstreffer stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Der Fernschuss von Mikhalik wurde unglücklich abgefälscht, Gladbach war hier im Pech (28.). Favres Team schien in der Folge durch den Ausgleichstreffer geschockt, ihr bis dahin makelloses Kombinationsspiel begann zu bröckeln.

    Clevere Ukrainer

    Die Ukrainer reagierten clever: Sie intensivierten das Pressing und zwangen die nervösen Gladbacher dazu, den Ball schneller zu verarbeiten. Fortan häuften sich die Ballgewinne der Gäste. Im Mittelfeld ging speziell Garmash aggressiv drauf, er attackierte die Gladbacher Sechser früh. So konnte er auch den entscheidenden Ballgewinn verbuchen, der das 2:1 durch Yarmolenko einleitete (32.).

    Nach der Pause waren die Ukrainer nur noch darauf aus, die Führung zu halten. Sie rückten kaum noch raus, spätestens ab der 60. Minute postierten sie sich mit fast allen Akteuren am eigenen Sechzehner.

    Fehlende Anspielstationen

    In dieser Phase wurde das größte Manko der Gladbacher deutlich: Die offensiven Laufwege  sind nicht abgestimmt. Viel zu selten öffnete ein Stürmer für seine Kollegen Räume. Arango fand so keine Möglichkeit, seine sonst so gefährlichen Vertikalpässe an den Mitspieler zu bringen. Mit 68.3 Prozent war er der Gladbacher mit der geringsten Passgenauigkeit, was nicht in erster Linie an ihm selbst, sondern an den fehlenden Anspielstationen vor ihm lag.

    Die Einwechslung von Hanke brachte Besserung, dennoch verließ sich das Spiel der Gladbacher zu sehr auf Fernschüsse und Flanken. Der Ein-Kontakt-Fußball, den sie letzte Saison zelebrierten, konnten sie kaum zeigen. Das lag auch an den dicht gestaffelten Ukrainern, die im eigenen Drittel jeden Angriff sofort unterbrachen.

    Als de Jong in der 81. Minute ins eigene Tor traf, war der Pleitenabend für die Fohlen perfekt. Sie hatten bis zum Gegentreffer stark gespielt, doch Kiew hatte an diesem Abend das Glück auf seiner Seite. Drei Schüsse aufs Tor, drei Tore – makelloser kann eine Bilanz nicht sein.

    Das Spiel in voller Länge

    Hinspiele: Basel patzt, Celtic siegt

    22.08.2012
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