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Fußball - Premier League

Deutsche Profis stehen auf der Insel hoch im Kurs

  • Bilderserie Deutsche Profis in der Premiere League
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    Podolski / Quelle: reuters

    Sechs deutsche Profis spielen in der neuen Saison in der Premier League: Lukas Podolski, Per Mertesacker (beide FC Arsenal), Marko Marin (FC Chelsea), Robert Huth (Stoke City), Sascha Riether (FC Fulham) und Gerhard Tremmel (Swansea City).

    (17.08.2012)

    Kurzmeldung

    • 18:04 18.08.2012Kurzmeldung

      Podolski-Einstand torlos 18:04 18.08.2012
      Das Debüt von Lukas Podolski in der englischen Premier League ist misslungen. Der Nationalspieler kam mit dem FC Arsenal zum Auftakt der neuen Saison gegen den FC Sunderland nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Dabei wurde Podolski, der im Sommer für eine Ablösesumme von 13 Millionen Euro vom 1.FC Köln auf die Insel gewechselt war, in der 64.Minute von Teammanager Arsene Wenger ausgewechselt. Podolskis Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker kam derweil über die gesamte Spieldauer zum Einsatz. Robert Huth kam mit Stoke City beim FC Reading zu einem 1:1 (1:0).

    • 10:49 18.08.2012Kurzmeldung

      Mertesacker: Podolski passt zu Arsenal 10:49 18.08.2012
      Per Mertesacker ist davon überzeugt, dass sich sein neuer Teamkollege Lukas Podolski beim FC Arsenal durchsetzen wird. "Er macht einen sehr guten Eindruck. Sein Charakter und der Charakter des Klubs - das passt", sagte der frühere Bremer gegenüber der "Welt". Die neue Mannschaft habe Podolski "gut aufgenommen". Gleichzeitig warnt der 27-Jährige aber vor zu hohen Erwartungen zu Beginn der neuen Saison. "Es ist eine Umstellung", sagte Mertesacker. Man müsse schauen, "wie er es verkraftet, im Samstag-Mittwoch-Samstag-Rhythmus zu spielen."

    von Peter Busch

    Sie sind so gefragt wie lange nicht in England: Sechs deutsche Profis kicken in der neuen Saison in der Premier League. Mit Lukas Podolski, Per Mertesacker (beide FC Arsenal) und Marko Marin (FC Chelsea) kämpfen drei von ihnen um die englische Meisterschaft.

    Keine Liga ist so gespickt mit internationalen Stars wie die Premier League. Die besten Spanier, Franzosen en masse und selbst italienische Fußballkünstler. Holländer sowieso und auch Argentinier wie Javier Mascherano. Doch Deutsche? Seit Gründung der Premier League vor 20 Jahren sind sie nur sporadisch auf die Insel gekommen: Jürgen Klinsmann in den 90ern und vor einigen Jahren Michael Ballack und Jens Lehmann. Aber jetzt ändert sich das rasant.

    Arsenal als Vorreiter

    Arsenal-Coach Arsène Wenger hat ein Näschen für Talente auf dem "Kontinent", wie die Engländer das europäische Festland nennen. Vor zehn Jahren stellte er bei den Gunners eine Traumelf zusammen, die eine ganze Saison ungeschlagen blieb. Der Schlüssel zum Erfolg waren damals Franzosen wie Thierry Henry.

    Deutsche Profis in der Premier League

    Per Mertesacker,  Lukas Podolski (beide FC Arsenal)

    Marko Marin (FC Chelsea)

    Robert Huth (Stoke City)

    Sascha Riescher (FC Fulham)

    Gerhard Tremmel (Swansea City)

    Jetzt ist Arsenal im Umbruch und da schaut Wenger verstärkt nach Deutschland. In der letzten Saison holte er Per Mertesacker, um die löchrig gewordene Abwehr zu stabilisieren. Und im Sturm soll es jetzt Lukas Podolski richten.

    Poldi in Frühform

    Die Fußstapfen, die Podolski füllen muss, dürften allerdings größer kaum sein. Robin van Persie hat Arsenal nach acht Jahren in London den Rücken gekehrt. Wenger ließ ihn für fast 40 Millionen Euro gen Manchester United ziehen. Bisher lief es in der Vorbereitung gut für Poldi. Zwei Tore im Testspiel gegen seine alten Kollegen vom 1. FC Köln begeisterten die Arsenal-Fans. Mit überwältigender Mehrheit wählten sie ihn auf der Homepage von Arsenal zum Matchwinner.

    "Für mich war es sehr einfach, mich hier einzuleben", sagt Podolski. "Ich mag schnelles Kurzpassspiel und das schnelle Spiel mit und ohne Ball. Das ist genau mein Stil und genau diesen Stil spielt das Team." Gewohnt selbstbewusst verspricht Podolski den Arsenal-Fans, dass sie noch viele schöne Tore wie die im Spiel gegen Köln erwarten können.

    Achtung vor der Bundesliga

    Das Interesse der englischen Top-Vereine an deutschen Spielern hat auch mit der gestiegenen Wertschätzung der Bundesliga und aller Spieler dort zu tun, nicht nur der deutschen Kicker. In der letzten Saison waren Vereine wie Newcastle und Swansea mit Einkäufen in Deutschland bestens gefahren. Sowohl Papiss Cissé (aus Freiburg) und Gylfi Sigurdsson (aus Hoffenheim) waren maßgeblich an den überraschenden Erfolgen der beiden Klubs beteiligt. Der Transfer von Shinji Kagawa nach Manchester United passt da bestens ins Bild. Auch Trainer-Legende Sir Alex Ferguson ist schließlich die Entwicklung in Deutschland nicht entgangen.

    Hamburgs früherer Trainer Martin Jol hat ebenfalls in Deutschland eingekauft. Für die Abwehr seines Fulham FC spielt in dieser Saison Sascha Riether (ausgeliehen vom 1. FC Köln). Mit Robert Huth, der schon seit Jahren einer der Abwehr-Recken von Stoke City ist, und Swanseas Ersatztorwart Gerhard Tremmel (früher Cottbus), gehört er zum dem halben Dutzend deutscher Spieler in der Premier League.

    Marin bei Chelsea gefordert

    Der sechste im Bunde ist Ex-Werderaner Marko Marin. Lust auf schnellen Angriffsfußball hat auch er: "Hier in der Premier League zu spielen, wird wirklich schön sein, weil die Spielweise offensiv ist und mit hohem Tempo." Leicht wird es für ihn aber wohl nicht, sich bei Chelsea durchzusetzen, auch wenn ihm der Champions-League-Sieger in seinem Vereinsmagazin zur Begrüßung eine Doppelseite widmet. Bei Chelseas 2:3-Niederlage im englischen Supercup gegen Manchester City fehlte Marin verletzt und auch zum Saisonauftakt gegen Wigan wird er deshalb nicht dabei sein.

    Die harte englische Saison wird zeigen, wie sich die deutschen auf der Insel beweisen. Der Konkurrenzkampf ist groß, aber auch hier zeichnet sich ein interessanter Trend ab. Und wieder ist hier Arsenal ganz vorn dabei. Im Januar nämlich sorgte der Name Thomas Eisfeld unter den Fans des Londoner Klubs für so viel Gesprächsstoff, dass "Eisfeld" sogar im "Trending" von Twitter nach oben schoss. Der 19-jährige Eisfeld, in Deutschland ebenso unbekannt wie in England, hatte bei Arsenal unterschrieben. Zunächst spielt er nur in der zweiten Mannschaft, aber hier hat er schon von sich Reden gemacht. Gekommen ist Eisfeld von Borussia Dortmund. Doch dort hatte er angesichts der vielen Talente auf seiner Position weniger Perspektiven also in London. Der Konkurrenzkampf unter deutschen Nachwuchskickern könnte also einige auch ins Ausland drängen.

    18.08.2012
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