Um klare Worte war die 36-Jährige noch nie verlegen. Vor ihren fünften Olympischen Spielen übt sie harsche Kritik am System des deutschen Leistungssports.
(23.07.2012)
VideoGegenwind für Fechterin Duplitzer
Hier im ZDF-Morgenmagazin hat Degenfechterin Imke Duplitzer scharfe Kritik geübt, an der Arbeit des DOSB und des IOC. Wer Funktionäre ankreidet, der muss mit Reaktionen rechnen.
(24.07.2012)
Video"Sport-System braucht Reform"
"Verband bekommt das Nachwuchs- und Trainerproblem nicht in den Griff", erklärt Degenfechterin Imke Duplitzer vor London. Ihrer Meinung nach muss das deutsche Sport-Förderungssystem reformiert werden.
(23.07.2012)
Kurzmeldung
11:30 24.07.2012Kurzmeldung
Limbach stärkt Duplitzer den Rücken11:30 24.07.2012
Nicolas Limbach, Aktivensprecher der deutschen Fechter, hat sich nach der Pauschalkritik von Imke Duplitzer an den Zuständen im deutschen Leistungssport hinter die Bonnerin gestellt. "Man sollte froh sein, dass es Athleten gibt, die sich Gedanken machen", sagte der Säbel-Medaillenkandidat bei den Spielen in London. Es sei eine von Imke Duplitzers Stärken, "dass sie deutlich ihre Meinung sagt". Limbach empfiehlt, Duplitzers Ansatz für die Zukunft zu nutzen. "Man kann es konstruktiv angehen und mit ihr reden. Für sie ist es das Schlimmste, nicht gehört zu werden."
20:34 23.07.2012Kurzmeldung
Duplitzer um Beruhigung bemüht20:34 23.07.2012
Degenfechterin Imke Duplitzer ist im Streit um ihre Kritik an DOSB-Präsident Thomas Bach und Generaldirektor Michael Vesper um Beruhigung bemüht. Sie sei froh, dass Bach und Vesper es nicht persönlich genommen hätten, sagte die zweimalige Europameisterin. Es gehe ihr um die Sache, um Normen und Werte im Sport, sagte Duplitzer. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung und im Morgenmagazin des ZDF hatte sie zum großen Rundumschlag ausgeholt und sowohl das deutsche Sportsystem als auch die Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes scharf kritisiert.
16:33 23.07.2012Kurzmeldung
DOSB: Keine Sanktionen gegen Duplitzer16:33 23.07.2012
Der Deutsche Olympische Sportbund hat mit Unverständnis auf die scharfe Kritik von Fechterin Imke Duplitzer an den Spitzenfunktionären und dem Sportsystem reagiert, erwägt aber keine Sanktionen. "Da ich Fechter war, weiß ich, dass sie manchmal auch zum Säbel greifen", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach. "Die Geschichte sollte man tiefer hängen." Chef de Mission Michael Vesper ließ jedoch vier Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele auch durchblicken, nicht glücklich über die Attacke zu sein: "Man weiß nicht, was es für ein Rundumschlag ist und worauf er hinzielte. Er kam zur Unzeit."
09:38 23.07.2012Kurzmeldung
Duplitzer: Habe viel Zuspruch bekommen09:38 23.07.2012
Fechterin Imke Duplitzer hat nach ihrer Kritik am deutschen Sport nach eigenen Angaben großen Zuspruch erhalten. "Mir ist fast das Facebookprofil explodiert und ich hab' jede Menge Mails gekriegt, auch von Trainerkollegen, von Athleten, die gesagt haben: "Super, dass du den Mund aufgemacht hast", sagte die 36- Jährige im ZDF-Morgenmagazin. "Keiner möchte sich den Mund verbrennen, man möchte nicht aus dem Fördersystem rausfliegen. Es ist sehr schwer, bestehende Strukturen infrage zu stellen." Duplitzer hatte in der "Bild" harsche Kritik geübt. Das System im deutschen Sport sei "völlig daneben".
11:49 23.07.2012Kurzmeldung
Thiel widerspricht Duplitzer11:49 23.07.2012
Leistungssport-Vizepräsidentin Christa Thiel hat kein Verständnis für die Verbal-Attacke von Degenfechterin Imke Duplitzer gegen die Funktionäre des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). "Ich halte die Kritik für verfehlt und deplat ziert. Vielleicht will sie ein bisschen Aufmerksamkeit", sagte Thiel. Nach Meinung von Thiel wendet sich Duplitzer an die falschen Adressaten. "Es ist nicht am DOSB, die einzelnen Athleten zu trainieren. Er ist der Dachverband, der die Verbände vertritt. Erst dann, wenn der jeweilige Fachverband die Hausaufgaben gemacht hat, kommt der DOSB ins Spiel."