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Fußball - International

Paris Saint-Germain - Kaufrausch mit geteiltem Echo

  • PSG präsentiert Ibrahimovic
  • Bilderserie Europas Top-Transfers
  • PSG präsentiert Ibrahimovic
    Zlatan Ibrahimovic / Quelle: dpa

    PSG-Besitzer Scheich Nasser Al-Khelaifi (l.) und Manager Leonardo präsentieren stolz Neuzugang Zlatan Ibrahimovic.

    (20.07.2012 Quelle: dpa)
    BilderserieEuropas Top-Transfers

    Von Eden Hazard bis Thiago Silva: Europas Top-Transfers in diesem Sommer.

    (13.07.2012)

    Kurzmeldung

    • 20:39 17.07.2012Kurzmeldung

      PSG bestätigt Ibrahimovic-Wechsel 20:39 17.07.2012
      Der schwedische Fußballstar Zlatan Ibrahimovic wechselt wie erwartet vom AC Mailand zum französischen Vizemeister Paris St.Germain. Das gab PSG- Sportdirektor Leonardo am Dienstagabend bekannt. "Wir haben eine Vereinbarung getroffen. Er wird morgen seinen Medizincheck absolvieren", sagte der 42- Jährige. Die offizielle Verkündung soll am Mittwoch um 15.00 Uhr auf einer Pressekonferenz stattfinden. Für Ibrahimovic, der bei der EM in Polen und der Ukraine als Kapitän für die schwedische Nationalmannschaft aufgelaufen war, stehen 23 Millionen Euro Ablöse im Raum.

    • 19:30 14.07.2012Kurzmeldung

      Thiago Silva von Mailand nach Paris 19:30 14.07.2012
      Abwehrspieler Thiago Silva wechselt vom AC Mailand zu Paris St.Germain. Das teilten die beiden Vizemeister aus Italien und Frankreich in einer gemeinsamen Erklärung mit. Der 27 Jahre alte Brasilianer erhält in Paris einen Fünfjahresvertrag, Medien zufolge zahlt PSG 40 Millionen Euro. Dem Brasilianer folgen könnte schon bald der schwedische Topstar Zlatan Ibrahimovic. Milan-Chef Silvio Berlusconi bestätigte Verhandlungen mit den Franzosen. "Bei einem derartigen Angebot kann man nicht Nein sagen. Das wäre verantwortungslos", sagte Berlusconi nach Angaben italienischer Medien.

    • 11:17 18.07.2012Kurzmeldung

      Rekordtransfer: Gladbach holt de Jong 11:17 18.07.2012
      Der teuerste Einkauf in der Vereinsgeschichte von Borussia Mönchengladbach ist perfekt. Der niederländische Nationalstürmer Luuk de Jong erhält nach Borussia-Angaben einen Fünfjahresvertrag bis zum 30.Juni 2017. Dem Vernehmen nach soll der fünfmalige deutsche Meister rund zwölf Millionen Euro Ablösesumme an Twente Enschede zahlen. De Jong soll in der Offensive den zum Double-Gewinner Borussia Dortmund abgewanderten Nationalspieler Marco Reus (17,1 Euro Ablöse) ersetzen. In der vergangenen Saison erzielte der Torjäger in 31 Liga-Einsätzen für Enschede 25 Treffer.

    • 21:27 04.06.2012Kurzmeldung

      Hazard-Wechsel zu Chelsea perfekt 21:27 04.06.2012
      Der Wechsel des belgischen Nationalspielers Eden Hazard zu Champions-League-Sieger FC Chelsea ist endgültig in trockenen Tüchern. Der FC Chelsea habe mit dem OSC Lille Einigkeit über einen Transfer des 21 Jahre alten Mittelfeldspielers erzielt, teilte der Premier-League-Klub auf seiner Homepage mit. Hazard hatte seinen Wechsel bereits in der Vorwoche beim Kurznachrichtendienst Twitter verkündet. Zuvor galten auch die Topklubs aus Manchester als Wunschziele des Ausnahmetalents. Die Ablösesumme soll sich auf fast 40 Millionen Euro belaufen.

    • 20:57 22.06.2012Kurzmeldung

      Kagawa unterschreibt bei ManU 20:57 22.06.2012
      Shinji Kagawa hat beim englischen Vizemeister Manchester United einen Vierjahres-Vertrag unterschrieben. Die Ablösesumme für den offensiven Mittelfeldspieler dürfte 15 Millionen Euro in die Kassen von Borussia Dortmund spülen. "Shinji ist ein aufregender junger Spieler mit großen Fähigkeiten, Visionen und einem guten Auge für das Tor. Ich freue mich sehr, dass er sich für United entschieden hat. Ich denke, er wird schnell eine Bereicherung für die Mannschaft sein und sich an den Stil von United gewöhnen", sagte United-Teammanager Sir Alex Ferguson.

    99 Millionen Euro für vier Spieler - Paris Saint-Germain kennt auf dem Transfermarkt keine Grenzen und kauft fleißig im Ausland ein. Weitere Stars sind noch im Gespräch. Das sorgt in der Ligue 1 für Unmut. Doch auch angesichts der schwierigen Wirtschaftslage im Land stößt der Kaufrausch von PSG-Präsident Scheich Nasser Al-Khelaifi in Frankreich auf Misstöne.

    von Alexis Menuge


    Frankreichs wichtigste Sportzeitung L'Équipe titelte auf seiner Hauptseite "géant" (gigantisch). Nur ein Wort, um den spektakulärsten Transfer der Geschichte der französischen Liga zu zelebrieren: Für 20 Millionen Euro wurde Zlatan Ibrahimovic vom AC Mailand verpflichtet. "Durch diese Unterschrift kommt Paris Saint-Germain in eine neue Dimension. Es ist ein großartiger Tag für den Verein", sagte Sportdirektor Leonardo.

    Diese Klubs gaben bisher am meisten aus

    Zwei deutsche Klubs sind in den Top 5

    Paris St. Germain                                 99 Millionen Euro

    FC Chelsea                                          49,8 Mio. Euro

    Juventus Turin                                      45,95 Mio. Euro

    Borussia Mönchengladbach                    34,2 Mio. Euro

    Bayern München                                   29,8 Mio. Euro

    Quelle: Transfermarkt.de, Stand 20. 7. 2012

    Ibrahimovic unterschrieb für drei Jahre. Der schwedische Nationalstürmer soll in Paris 14 Millionen Euro pro Jahr kassieren. Somit ist er der bestbezahlte Spieler, der je in Frankreich gespielt hat. Er wird sogar mehr als Lionel Messi (10,5 Mio) beim FC Barcelona verdienen. Ein fürstliches Gehalt, das in der Hauptstadt für große Aufregung sorgt. So meint Rudi Garcia, Trainer vom OSC Lille: „Sportlich betrachtet ist dieser Wechsel sehr gut für die Ligue 1, weil man sich automatisch mit diesen Stars für die Liga mehr interessieren wird." Der Trainer bedauert es aber, dass PSG nur ausländische Spieler für so viel Geld verpflichtet. "Durch seine wirtschaftliche Kraft müsste es PSG eigentlich schaffen, mehrere französische Nationalspieler in seinen Reihen zu haben", so Garcia.

    "Es ekelt mich an"

    Doch so wird die Elf von Trainer Carlo Ancelotti in dieser Saison mit voraussichtlich nur einem Franzosen auflaufen, nämlich Jeremy Menez. Leonardo bastelt weiter an seinem neuen Team, um die vergangene Spielzeit schnellstmöglich zu vergessen: Vize-Meister hinter der Sensationsmannschaft aus Montpellier und in der Europa League gegen Red Bull Salzburg ausschieden - das muss in diesem Jahr besser werden. PSG hat sich klare Ziele gesteckt: Den ersten Meistertitel seit 1994 holen und in der Champions League ins Viertelfinale einziehen.

    Doch die für dieses Ziel investierten Wahnsinns-Summen schlagen sogar in der französischen Politik für hohe Wellen. Während PSG bereits 203,5 Millionen Euro in einem Jahr auf dem Transfermarkt ausgab, entließ Peugeot vor einer Woche 8.000 seiner Mitarbeiter aufgrund wirtschaftlicher Zwänge. Sportministerin Valérie Fourneyron beschrieb den Transfer von Ibrahimovic als "unvernünftig", und ihre Vorgängerin Roselyne Bachelot ging noch weiter. "Diese Summen sind einfach skandalös. Wie kann so ein Verein so viel Geld ausgeben, während die anderen französischen Klubs tagtäglich kämpfen, um zu überleben? Es ekelt mich an."

    Zlatan Ibrahimovic / Quelle: ap

    Große Show: Ibrahimovic präsentiert sich den Fans unterm Eiffelturm
    Quelle: dpa

    Europa schaut wieder nach Frankreich

    Nichtsdestotrotz gibt es auch positive Aspekte. Die europäische Fußballwelt wird wieder mehr nach der Ligue 1 schauen, nachdem das Interesse in den vergangenen Jahren stetig sank, weil das sportliche Niveau immer schwächer wurde. So war es keine große Überraschung, dass vor einem halben Jahr Portugal an Frankreich in der UEFA-Wertung vorbeizog. Nun haber hat nur wenige Stunden nach der Unterschrift von Ibrahimovic ein schwedischer TV-Sender sofort die Rechte an der Ligue1 gekauft, um alle Spiele des PSG-Neuzugangs in seiner Heimat zu zeigen.

    Nach Ezequiel Lavezzi (26 Mio Euro), Thiago Silva (42 Mio Euro) und Marco Verratti (11M Mio Euro) ist Ibrahimovic der vierte Neuzugang in diesem Sommer, der Vierte aus der Serie A. Als ehemaliger Coach vom AC Mailand und Inter hat PSG-Manager Leonardo dort die besten Kontakte. Nun sucht man noch nach einem klassischen Spielmacher. Top-Kandidat: Luka Modric von Tottenham. Trotz Konkurrenz von Manchester United und Real Madrid ist PSG bereit, 50 Millionen Euro auszugeben. Wenn es doch nicht klappen sollte, wäre wohl Kaká von Real die Alternative.

    Im Konzert der ganz Großen

    Mittelfristig ist das Ziel klar: Präsident und Geldgeber, Scheich Nasser Al-Khelaifi, will in den nächsten Jahren in der französischen Liga eine Ära prägen und in der Königsklasse dem FC Barcelona und Real Madrid Paroli bieten. Und wenn man das neue PSG-Gesicht sieht, scheint nun auch alles vorhanden, damit Paris Saint Germain demnächst im Konzert der Großen eine tragende Rolle spielt.

    20.07.2012
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