Fußball - EM
Spanien feiert seine Europameister
Spiel in ganzer Länge und Stimmen
Stolze Sieger, faire Verlierer: die Stimmen
Spanien - Italien in voller Länge
Statistik zum Spiel
Spanien - Italien 4:0 (2:0)
Tore: 1:0 David Silva (14.), 2:0 Jordi Alba (41.), 3:0 Torres (84.), 4:0 Mata (88.)
Spanien: Casillas - Arbeloa, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba - Xavi, Busquets, Xabi Alonso - David Silva (59. Pedro Rodriguez), Fàbregas (75. Torres), Iniesta (87. Mata)
Italien: Buffon - Abate, Barzagli, Bonucci, Chiellini (21. Balzaretti) - Pirlo - Marchisio, Montolivo (57. Thiago Motta), De Rossi - Balotelli, Cassano (46. Di Natale) Schiedsrichter: Proença (Portugal)
Gelbe Karten: Piqué / Barzagli
Zuschauer: 63 170
La Roja schafft Historisches
Erste EM-Titelverteidigung
Spanien hat mit dem EM-Sieg 2012 gleich mehrfach Geschichte geschrieben. Erstmals hat eine Mannschaft nicht nur den EM-Titel verteidigt, sondern auch den dritten großen Titel in Folge gewonnen: EM 2008, WM 2010, EM 2012. Das 4:0 gegen Italien war zudem der höchste EM-Finalsieg. La Furia Roja zieht mit nunmehr drei EM-Triumphen mit Deutschland gleich.
Casillas: 100. Sieg im Finale
Iker Casillas ist Rekord-Nationalspieler von Spanien, nun hat er eine weitere Schallmauer durchbrechen: Der Real-Keeper hat gegen Italien seinen 100. Sieg mit der spanischen Nationalmannschaft gefeiert; Weltrekord!
Zu-Null-Rekord von Spanien
Spanien kassierte in diesem Turnier nur ein Gegentor, im Auftaktspiel gegen Italien durch Antonio di Natale. Ab dann musste Iker Casillas nicht mehr hinter sich greifen. 5 Zu-Null-Partien in Serie gelang ebenfalls noch keiner Nation bei einer Europameisterschaft.
Spanische Rekordserie
Spanien ist mit dem Erfolg über Italien seit nunmehr 12 EM-Spielen ungeschlagen – nie zuvor hat eine Mannschaft bei Europameisterschaften so viele Partien in Serie ungeschlagen überstanden. Die letzte Niederlage bei einer EM mussten die Iberer am 20. Juni 2004 gegen Portugal hinnehmen (0:1 in Lissabon; Tor: Nuno Gomes auf Vorlage von Luis Figo in der 57. Spielminute).
Duell der letzten beiden Weltmeister
Bei dieser EM haben 4 Mannschaften gespielt, die schon sowohl Welt- als auch Europameister wurden: Spanien (einmal Welt- und 2-mal Europameister), Italien (4-mal Welt- und einmal Europameister), Deutschland und Frankreich. Mit Spanien und Italien trafen die beiden letzten Weltmeister in Kiew aufeinander.
EM-Final-Erfahrung: 9:0
Während bei Spanien 9 Spieler vor diesem Finale schon in einem EM- und 11 in einem WM-Endspiel zum Einsatz kamen, hatte kein Italiener zuvor ein EM-Finale bestritten. Buffon, Pirlo und De Rossi waren im WM-Finale 2006 dabei.
Wieder eine neue Endspiel-Paarung
Im 14. EM-Finale gab es mit Spanien gegen Italien die 13. neue Endspiel-Paarung. Nur Deutschland gegen Tschechien bzw. die Tschechoslowakei gab es 2-mal (1976 und 1996).
Internationale Pressestimmen
«Sport» (Spanien): Wenn Xavi und Iniesta ihre Inspiration bündeln, wird
Fußball zu himmlischer Musik."
«Corriere della Sera» (Italien): «Die roten Furien beherrschen das Finale
von Kiew, Spanien überrennt ein müdes Italien. Danke aber an die
Azzurri für diesen Traum. Auch wenn das Match in einer Einbahnstraße
verlief, so haben die Azzurri doch das Verdienst, völlig unerwartet
ins Finale gekommen zu sein.»
«La Stampa» (Italien): «Stolz und enttäuscht. Mit Würde haben sie verloren.
Bauen wir jetzt diesen Traum wieder auf! Das Märchen der Super-Marios
(Balotelli und Monti) kann nicht ausgeträumt sein, nur weil hier das
glückliche Ende fehlt. Wir haben geträumt, heute kehren wir an die
Arbeit zurück.»
«Corriere dello Sport» (Italien): «Prandelli, was hast du getan? Diesmal hat
sich der Trainer vertan. Auf dem Feld standen die müdesten Italiener.
Ein hartes 0:4.»
«Record» (Portugal): «Das war das unausgeglichenste Finale aller Zeiten.»
«Le Figaro» (Frankreich): «La Roja hat immer noch nicht seinen Meister
gefunden. So souverän wie nie zuvor haben die spanischer Eroberer am
Sonntag in Kiew Italien weggeputzt.»
«Segodnja» (Ukraine): «Rote Ära! Spanien zertrümmert Italien in einer
historischen Partie mit 4:0. Italiens Trainer Prandelli wollte seine
Mannschaft von Beginn an stürmen lassen. Doch das Team, das sich im
Turnier vom hässlichen Entlein zum Schwan gemausert hatte, konnte
nicht mehr. Die Helden waren müde. Gratulation nach Madrid!»
«GoalNews» (Griechenland): «Wenn Spanien umschaltet... geht das Licht für den
Gegner aus.»



