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EM-Halbfinale Deutschland - Italien 1:2

Zwei Mal kalt erwischt - basta!

  • Bilderserie Balotelli schockt DFB-Elf
  • Bilderserie Deutsche Knockouts gegen Italien
  • BilderserieBalotelli schockt DFB-Elf
    Balotelli trifft mit dem Kopf zum 1 - 0 / Quelle: reuters

    Aus der Traum! Zwei Treffer von Mario Balotelli haben das Aus der deutschen Nationalelf im Halbfinale der EURO 2012 besiegelt. Mesut Özils Anschlusstor zum 1:2 kam zu spät. Im Endspiel trifft Italien auf Welt- und Europameister Spanien.

    (28.06.2012)
    BilderserieDeutsche Knockouts gegen Italien
    Italien - Deutschland 4:3 nV / Quelle: imago
    (28.06.2013)

    Kurzmeldung

    • 22:32 28.06.2012Kurzmeldung

      DFB-Elf scheitert an Italien 22:32 28.06.2012
      Die deutsche Nationalmannschaft ist im Halbfinale der EM durch ein 1:2 (0:2) gegen Italien ausgeschieden. Mann des Tages auf Seiten der "Squadra Azzurra" war Doppeltorschütze Mario Balotelli. Die DFB-Elf begann gut, zog sich nach 15 Minuten aber mehr und mehr zurück. Balotelli bestrafte die deutsche Zurückhaltung und köpfte aus kurzer Distanz zur italienischen Führung ein. Gerade als Deutschland wieder aktiver wurde, hämmerte Balotelli den Ball nach einem Konter zum 0:2 ins deutsche Tor. Nach der Pause warf Deutschland noch einmal alles nach vorne. Özils Elfmeter-Treffer fiel aber zu spät.

    • 23:02 28.06.2012Kurzmeldung

      Italien bleibt der Angstgegner 23:02 28.06.2012
      Mit dem 2:1-Sieg hat Italien einmal mehr seinen Ruf als Angstgegner der deutschen Nationalmannschaft gefestigt. In acht Vergleichen bei großen Turnieren sprang noch kein Sieg heraus. Es gab neben vier Unentschieden vier Pleiten: Im WM-Endspiel 1982 (1:3), in den WM-Halbfinals 1970 (3:4 n.V.) sowie 2006 (0:2 n.V.) und jetzt das 1:2 in Warschau. Insgesamt gab es bei den 31 Duellen nur sieben deutsche Siege bei neun Unentschieden. Damit haben die "Azzurri" auch die DFB-Serie von 15 Pflichtspielsiegen gestoppt. Die zuvor letzte Niederlage war das 0:1 gegen Spanien 2010.

    • 23:08 28.06.2012Kurzmeldung

      Trauer auf den deutschen Fanmeilen 23:08 28.06.2012
      Der Traum vom Sommermärchen ist geplatzt: Millionen deutsche Fans haben auf den Fanmeilen des Landes mit ihrem Team gelitten. Die 1:2-Niederlage der Löw-Elf gegen Italien zerstörte allerdings die Partystimmung. Doch während die deutschen Fans trauerten, feierten viele der 500.000 Italiener in Deutschland den Sieg ihres Teams. In Köln, einer deutschen Italien-Hochburg, verwandelte sich direkt nach der 2:0-Führung die von italienischen Restaurants gesäumte Zugstraße in ein grün-weiß-rotes Fahnenmeer.

    Mehr zum Spiel

    Deutschland - Italien 1:2 (0:2)

    Deutschland: Neuer - Boateng (71. Müller), Hummels, Badstuber, Lahm - Kroos, Schweinsteiger, Özil, Khedira, Podolski (46. Reus) - Gomez (46. Klose)

    Italien: Buffon - Balzaretti, Barzagli, Bonucci, Chiellini - Marchisio, Pirlo, Montolivo (64. Motta), De Rossi - Balotelli (70. Di Natale), Cassano (58. Diamanti)

    Tore: 0:1 Balotelli (20.), 0:2 Balotelli (36.), 1:2 Özil (90./Handelfmeter).

    Gelbe Karten: Hummels / Bonucci, Motta, De Rossi, Balotelli

    Schiedsrichter: Lannoy (Frankreich)

    Zuschauer: 55.540 in Warschau

    Stimmen zum Spiel

    Joachim Löw (Bundestrainer): "Ich wollte die Zentrale mit Toni
    Kroos stärken, deshalb habe ich Toni in die Mannschaft gebracht. Die
    Gegentore sind aus Fehlern hinten entstanden, weil wir nicht präsent
    waren. Die Flanke zu Balotelli beim 0:1 durfte nicht kommen. Am
    Anfang haben wir die Sache ganz gut im Griff gehabt. Nach dem
    Rückstand waren wir fahrig und nicht mehr so gut organisiert. Nach
    dem 0:2 mussten wir alles riskieren. In den ersten drei Spielen
    haben wir auch gewonnen mit Mario Gomez und Lukas Podolski. Die
    Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit ihr großes Herz gezeigt, aber
    wenn die Italiener mal 2:0 führen, ist es unheimlich schwer."

    Cesare Prandelli (Trainer Italien): "Wir haben so gespielt, wie
    wir wollten. Es ist uns gelungen, Deutschland in Schwierigkeiten zu
    bringen. Das war auch Riccardo Montolivo zu verdanken. Spanien ist
    der Favorit, aber wir haben bewiesen, dass wir eine starke
    Mannschaft haben."

    Oliver Bierhoff (DFB-Teammanager): "Nach so einer Niederlage ist man
    tierisch enttäuscht. Jeder fällt in ein tiefes Loch, jeder hat an
    das große Ziel geglaubt, aber wir haben es heute nicht gepackt. Wir
    haben vor allem die erste Halbzeit verpennt. Wir haben den Italiener
    die Chancen ermöglicht. Uns ist außerdem zu wenig eingefallen. Außer
    zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir nicht so zwingend."

    Philipp Lahm: "Es ist sehr, sehr bitter. Wir machen dumme Fehler
    und kriegen so die Gegentore, das darf uns nicht passieren. Wenn du
    mal in Rückstand bist gegen Italien, wird es sehr schwierig. Das
    Bittere ist: in unserer Mannschaft steckt soviel Potenzial für mehr.
    Aber wir waren auch nicht clever genug. Wenn man das Potenzial nicht
    zum richtigen Zeitpunkt abrufen kann, dann verliert man halt so ein
    Spiel."

    Miroslav Klose: "Die Hürde Italien war heute zu hoch. Vielleicht
    war im Hinterkopf, dass wir noch nie gegen sie bei einem großen
    Turnier gewonnen haben. Ich muss erstmal alles sacken lassen. Ich
    kann mir aber durchaus vorstellen, noch zwei Jahre zu spielen bis
    2014."

    Toni Kroos: "Wenn man die Entstehung der beiden Gegentore sieht,
    erkennt man, dass sie vermeidbar waren. Wir haben alles versucht,
    aber es hat nicht mehr gereicht. In solchen Spielen im Halbfinale
    gegen Italien ist es wichtig, dass man selbst keine Tore bekommt.
    Wir hatten unsere Möglichkeiten auch gegen tief stehende Italiener."

    Riccardo Montolivo (Italien): "Wir sind alle glücklich. Wir
    haben gegen eine Super-Top-Mannschaft gewonnen. Wir haben eine super
    erste Halbzeit gespielt, die Deutschen waren die ersten 20 Minuten
    der zweiten Halbzeit besser."

    Michael Ballack (Ex-DFB-Kapitän): "Das ist ein wirklich gutes Team, aber es gab zu viele Wechsel in den letzten zwei, drei Spielen. Einige Spieler hatten nicht das
    Selbstvertrauen, das sie zuvor gezeigt hatten. Wenn du 18, 20
    wirklich gute Spieler hast, ist das ein Luxusproblem. Das gab es in
    den Jahren zuvor nicht. Aber das heißt auch nicht, dass man alle
    spielen lassen muss. Ich denke, es wird Fragen geben über ihn (Löw)
    und seine Entscheidungen, sein Coaching und seine Wechsel während
    dieses Turniers."

    Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Alle sind total enttäuscht. Wir brauchen eine
    Zeit, um aus diesem Loch wieder rauszukommen. Schade für den
    Spielverlauf. Das Tor hätte zehn Minuten früher fallen können. Es
    ist immer das Gleiche gegen Italien. Es ist im Augenblick ein Stück
    zum Verzweifeln. Es war alles so sorgfältig vorbereitet, aber dann
    passiert es doch wieder. Irgendetwas hat sich gegen uns verschworen,
    wenn es gegen Italien geht."

    28.06.2012
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