Ein König aus Mesopotamien soll vor rund 2.500 Jahren seine Residenz in Babylon verlassen haben und in die Wüste verschwunden sein - für zehn Jahre. Tatsächlich finden sich Spuren des Regenten in einem Ort namens Tayma im heutigen Saudi-Arabien. Ein Team des Deutschen Archäologischen Institutes will gemeinsam mit saudi-arabischen Kollegen herausfinden, um wen es sich dabei gehandelt hat. Die Ausgrabungen fördern eine Oasensiedlung zutage, auf deren höchster Erhebung die Archäologen die Ruinen eines großen Gebäudes freilegen, das zweifellos als Tempel diente. Zudem finden sich zahlreiche Relikte, die rege wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen mit Völkern des Vorderen Orients, aber auch in den Mittelmeerraum, belegen. Auch auf den geheimnisvollen König verdichten sich die Hinweise: Wahrscheinlichster Kandidat ist Nabonid, der von 555 bis 539 vor Christus über Mesopotamien regierte.
Die Dokumentation "Flucht aus Babylon" begleitet die Forscher bei ihrer Arbeit.




