Der österreichische Maler Gustav Klimt (1862 - 1918) war einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils. Werke wie der "Beethovenfries", "Salome" und vor allem "Der Kuss" haben eine Kunstepoche geprägt. Zu seinem 150. Geburtstag am 14. Juli wird eine Lawine von Ausstellungen, Merchandising-Produkten und Tourismus-Attraktionen angeboten. Es gibt den Klimt-Teddybär, die Klimt-Hundedecke, Klimt-Porzellanfiguren, Klimt-Pralinen, Klimt-Barbies, Klimt-Regenschirme und das Klimt-Kochbuch: Hauptsache, "Der Kuss" ist darauf abgebildet, davon abgesehen sind der Fantasie der Vermarkter keine Grenzen gesetzt. Allein neun Klimt-Ausstellungen werden gezeigt - unter anderen im Wien Museum, der Albertina und dem Leopold Museum. Am verschlafen-romantischen Ufer des Attersees, ehemals die Sommerresidenz des Künstlers, eröffnet ein Klimt-Zentrum - von dem niemand so recht weiß, wie es eigentlich genutzt werden soll. In krassem Gegensatz zu dem Boom heute steht die heftige Kritik, der Klimts Werk zu seinen Lebzeiten ausgesetzt war.
"Ein Kuss macht Kasse - Klimt zwischen Kunst und Kommerz" dokumentiert den Hype um Gustav Klimt im Klimtjahr 2012 vor.
Im Anschluss, um 22.15 Uhr, zeigt 3sat mit der Dokumentation "Die nackte Wahrheit" einen weiteren Beitrag zum 150. Geburtstag von Gustav Klimt.



