Unsere Hände sind wahre Alleskönner: 2.000 Tastrezeptoren allein in jeder Fingerspitze lassen sie auch feinste Unebenheiten spüren. Und mit gegenübergestellten Daumen und einem komplexen System aus Muskeln, Knochen und Nerven werden sie zu kraftvollen und präzisen Greifwerkzeugen. Im Handmuseum Wolnzach finden Caro Matzko und Gunnar Mergner heraus, wozu unsere Hände in der Lage sind und was sie über uns verraten.
Jeder kennt die tapsige Ungeschicklichkeit von Babies und Kleinkindern. Aber ab wann hat ein junger Mensch seine Hände eigentlich so "richtig im Griff"? Joachim Hermsdörfer von der Technischen Universität München beobachtet seit Jahren die Entwicklung der Handmotorik. Mit ihm testen wir alle Altersstufen: Wann ist der Mensch zu welchen Greifleistungen fähig, und wann lassen die Hände alters- oder krankheitsbedingt wieder nach?
Was die Oberfläche unserer Hände über uns verrät, erfahren Caro und Gunnar vom Dermatologen Patrick Hering. Und noch ein Geheimnis lüften die beiden: Schadet Fingerknacken eigentlich den Gelenken? "X:enius" lässt zehn notorische Fingerknacker gründlich vom Orthopäden untersuchen.
Welche Missverständnisse wir mit unseren Handbewegungen auslösen können, zeigt eine kleine Reise um die Welt. Denn je nach Land kann ein und dieselbe Geste ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Wer seinen Daumen und Zeigefinger zum Beispiel zu einem Ring schließt, will in Deutschland, Österreich und in der Schweiz ein Lob aussprechen. In Frankreich heißt das hingegen soviel wie "zéro", "wertlos". Wer also seine Handgesten im Ausland benutzt, sollte sich vorher besser schlau machen - bei "X:enius"!



