Die Faszination, die von Untoten ausgeht, hat die Jahrhunderte überdauert und ist bis heute ungebrochen. Davon zeugen nicht nur die erfolgreichen Verfilmungen des Dracula-Stoffes, angefangen von Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu" (1922) bis hin zum anhaltenden Mega-Hype um die "Twilight-Saga".
Im Spannungsfeld zwischen modernen Vampirgeschichten und dem uralten Volksglauben, dass Untote real existierende Wesen seien, begibt sich der Film auf Spurensuche nach den dunklen Geheimnissen der Vampire. Das berühmteste Vorbild hat Bram Stoker mit seinem "Dracula" geschaffen. Der irische Autor erfindet Ende des 19. Jahrhunderts die Gestalt des blutsaugenden Grafen, der nachts aus seiner Gruft steigt, sich vom Blut der Menschen ernährt und sie dabei tötet.
Der Film zeichnet die Entstehungsgeschichte des Dracula-Romans nach. Intensive Recherchen lenken Stoker auf die Spur eines uralten Volksglaubens in Rumänien. Die abergläubischen Menschen des 17. und 18. Jahrhunderts hatten Angst vor Kriegen, Seuchen, Hunger und Not. Sie vermischten ihre Furcht vor den Toten mit dem Anliegen, jemanden für alles Übel verantwortlich zu machen.
So entstand die Legende, dass Verstorbene, die kein ehrenwertes Leben geführt hatten, durch einen Fluch zur nächtlichen Wiederkehr gezwungen seien. Um der vermeintlichen Untoten Herr zu werden, wurde ihnen ein Pflock durchs Herz getrieben, um sie von ihrem Fluch zu befreien. In ländlichen Regionen des Balkans wird dies bis heute praktiziert.
Bram Stokers Biografie liefert Aufschluss über seine Motivation, den Schauerroman zu verfassen. In Spielszenen zeichnet der Film "Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen" das Leben des Autors nach.



